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Oberstufenklassen besuchen das Staatstheater Mainz

Theater1
Theater2Theater 3Theater4Theater 5 Theater 6 Zur alljährlichen Abitur-Vorbereitung im Fach Deutsch gehört immer auch ein Theaterstück – dieses Jahr Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“. Welch Glücksfall, dass wir nach der Lektüre und ausführlicher Besprechung dieses Stück im Mainzer Staatstheater sehen konnten. So machten sich 60 Schüler mit drei Lehrern an einem Freitagabend auf den Weg, um einen spannenden, teils auch lustigen, aber auf jeden Fall ein überraschendes Ende des Theaterstückes zu erleben. Für einige Schüler ihr erster Kontakt mit dem Theaterleben.

Brandstifter halten eine Stadt in Atem, für den wohlsituierten Kleinbürger Biedermann ist klar, dass man sie „aufhängen sollte“, ihm solche Menschen nicht ins Haus kämen. Jeder in seiner Umgebung wird von ihm geimpft, niemanden ins Haus zu lassen.  Als sich dann doch zwei Obdachlose, Gestrandete, Gescheiterte, recht frech in seinem Dachboden einnisten, in seinem Haus breit machen und dreist und offen Benzinfässer ins Haus schleppen, um es in Brand zu setzen, ist Biedermann derjenige, der aus Naivität, Angst, und Feigheit schließlich zum Kumpanen wird und den Brandstiftern selbst die Zündhölzer für den letzten Schritt reicht.

Die muntere, das jugendliche Publikum sehr ansprechende Inszenierung, unterlegt mit Tom Waits‘ Musik, endet mit einem lauten Knall und lässt alle Beteiligten in der Hölle herumirren. Biedermann hat nichts gelernt, „wir hatten damals keine Ahnung, was in unserem Haus vorging, einfach keine Ahnung“.
Wegschauen, Gefahren nicht sehen oder sehen wollen, nicht fragen, sich ducken und letztlich zum Unglück beitragen, was hat dies alles mit uns zu tun? Viel begeisterter Beifall und auf dem Heimweg und Tage später auch noch im Unterricht viele Fragen und Diskussionen. Wie schön, dass es  Theater gibt!