Wer in Rheinland-Pfalz die Fachhochschulreife (Fachabi) anstrebt, steht oft vor der Frage: Gymnasium oder Höhere Berufsfachschule? Beide Wege führen zum gleichen Abschluss – unterscheiden sich aber deutlich in Dauer und Praxisnähe.
Der Weg über das Gymnasium ist der klassische, aber längere Weg. Nach zwölf Schuljahren muss zusätzlich noch ein einjähriges Praktikum oder soziales Jahr absolviert werden, um die volle Fachhochschulreife zu erlangen. Insgesamt ergibt das etwa 13 Jahre. Dieser Weg ist stark allgemeinbildend und hält die Möglichkeit offen, später doch noch das Abitur zu machen.
Deutlich schneller ist der Weg über die Höhere Berufsfachschule (HBF). Nach zehn Jahren Schule (Grundschule und Realschule) folgen zwei Jahre Höhere Berufsfachschule sowie ein kurzes Praktikum von rund 2,5 Monaten. Damit kann die Fachhochschulreife bereits nach etwa 12 Jahren und 2,5 Monaten erreicht werden. Ein weiterer Vorteil: Nach Abschluss des Praktikums ist der direkte Studienbeginn an einer Fachhochschule zum Wintersemester möglich, ohne zusätzliche Wartezeit. Der Bildungsgang ist zudem praxisnah und gezielt auf Studium und Beruf ausgerichtet.
Fazit
Wer möglichst schnell studieren möchte, profitiert klar von der Höheren Berufsfachschule, da sie nicht nur kürzer ist, sondern auch einen nahtlosen Übergang ins Fachhochschulstudium ermöglicht. Das Gymnasium bleibt hingegen sinnvoll für alle, die eine breitere Allgemeinbildung bevorzugen und sich langfristig die Option Abitur offenhalten möchten.